© 2019 by Tattüü

Bisherige Tattüüs

Das Tattüü wurde bisher sechs mal durchgeführt.

 

2014 Rüüdig Samschtig, 1. März 

Panorma Saal Grand Casino

 

2014 erste Durchführung im Panoramasaal des Grand Casino Luzern, leider mit mässigem Publikumserfolg. Der Anlass war nicht bekannt, das Casino zu weit weg vom Fasnachtsgeschehen, und die zweimalige Durchführung am Schmutzigen Donnerstag und am Rüüdig Samschtig keine gute Idee. Der Publikumaufmarsch war gering, die Kosten für den Anlass dagegen gewaltig.

 

Nach der Türöffnung um 19.00 Uhr forderte das Ländlertrio Öberhöckeler

aus Schwarzenberg die Fasnächtler zum Tanz auf.

Unter der Leitung von Hans Wüest spielten Seppi Theiler und Carlo Baumeler.

 

Um 20.30 Uhr meldete sich Hans Pfister mit dem Wort zum Feiertag.

Hans Pfister ist der berühmte Zunftmeister der Güüggali Zunft, die eigentlich keine Fasnachtszunft ist, sondern sich um die Lozärner Originale kümmert und diese betreut.

 

Um 21.00 dann der grossartige Auftritt des Pädagodischen Karnevalsverein.

Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1997, wo sich ein paar Fasnächtler zusammenschlossen mit dem Ziel, an der Luzerner Strassenfasnacht mit einem theatralischen Beitrag präsent zu sein. PKV ist die Abkürzung von Pädagodischer Karnevalsverein, sie sind aber weder ein Verein noch haben sie Strukturen, eigentlich sind sie eine wilde Gruppe.

2014 Jahr unterwegs mit der Show Wild go West, es war einmal vor langer Zeit tief im Westen, nahe der Grenze zu Mexico, ein kleiner Ort namens El Haso.

 

Um 21.30 wieder Musik mit Ächt NÜD, einer fantastischen Kleinformation aus Luzern. Zum 10 Jahre Jubiläum, die Kleinformation Ächt Nüd wurde 2004 gegründet, haben uns die 13 Mitglieder mit aufgestellter und reissender Musik unterhalten.

 

Um 22.00 Uhr der gewaltige Auftritt der Chatzemusig Lozärn, die alle kennnen. Die Chatzemusig Lozärn ist eine der ältesten Guuggenmusigen, gegründet 1949 und ist mit ca 30 Musikern unterwegs, übrigens eine reine Männermusik. Der Casino-Saal erzitterte.

 

Bis 22.45 Uhr blieb kaum Zeit zum Tanzen, schon stand die  Kleinformation

No Name auf der Bühne. Nach drei Jahren Namenssuche habe sie es aufgegeben und nennen sich nun No Name.

Die im Jahr 1992 gegründete Fasnachts-Kleinformation mit 6 Mitgliedern

spielte unter dem Motto Kunterbunt Schlager, Oberkrainer- und Volksmusik bis zum bitteren Ende.

 

2015 Rüüdig Samschtig 14. Februar

Hotel Union, Grosser Saal

 

Das Tattüü 2015 im Grossen Saal des ehemaligen Hotels Union war ein grosser Erfolg. Die Unterstützung und Gastronomie der César Ritz Hotelfachschule war einmalig. Über 350 Personen besuchten den Anlass, teilweise musste die Abendkasse geschlossen werden und der Abend war ausverkauft.

 

Leider war die Benützung des Unionssaal nur einmal möglich, die Belastung für die Hotelfachschule und die Schüler für diesen Anlass zu anstrengend und nicht ins Schulungsprogramm passend.

 

Nach der Türöffnung um 18.00 Uhr erfreute Fasnachtsmusik ab CD die Fasnächtler.

Um 19.00 Uhr wurde der Abend mit Tanzmusik von den Swinging Boys mit Walti Brun eröffnet.

 

19.30    Uhr Auftritt der Noggeler Guggenmusig Luzern (1971) , Seit 1971 jedes Jahr mit neuem Sujet und musikalischen Stücken an der Fasnacht. Grösste Guuggenmusig, 69 Mitglieder, reine Männermusik, mit dem Vortrab ca. 100, 33 Kinder (irgendwo müssen doch noch Frauen sein) und Begleitpersonen. Die Noggeler sind bekannt für Farbenfrohe Sujets und den unverkennbaren Noggelersound.

Aktiv an den Luzerner Fasnachtsumzügen, gute Beziehungen zu Zünften und Fasnachtsgesellschaften. Die Noggeler pflegen enge Beziehungen zur Schwesterstadt Chicago und haben dieses Jahr, 3 Wochen nach der Fasnacht, am St. Patricks Day in Chicago Luzern zusammen mit dem Stadtpräsidenten an der offiziellen Parade vertreten.

Es reisten 50 Noggeler mit Sack, Pack und Kleid mit Grind nach Chicago.

Das Sujet dieses Jahr war Götterwelten- Tanz der Geister. Die Insel der Götter, Bali, hat die Noggeler zu diesem Sujet inspiriert. Ganz in Weiss wollten die Noggeler auffallen und dem Sujet den speziellen Stempel zu verleihen. Grossartiger Einmarsch im Unions-Saal.

 

20.00 Uhr    Nun war es etwas ruhiger. Wir hörten gespannt, was uns die zwei Hinterländer Rätschwyber vo Zell zu singen haben. Lisbeth Thürig-Stöckli und Romy Müller-Heiniger sind seit 15 Jahren an der Fasnacht tätig und befassen sich mit aktuellen regionalen und überregionalen Themen.

 

Leider nicht angekündigt und daher überraschend war der grossartige Besuch der Fritschifamilie, des LFK und allen Zunftmeistern mit Gefolge. Nach der Vorstellung aller Persönlichkeiten des Luzerner Fasnachtsgeschehens durch Urfasnächtler und Rüüdige Lozärner Hans-Ruedi Hasler, wollte die Polonaise im schönen erwürdigen Unionssaal nicht mehr enden.

 

Es folgte die Kleinformation Helena Stubenrein mit dem Motto "Top Secret". Nach über dreissig Jahren an der Fasnacht boten sie beste musikalische Unterhaltung

 

Das Wort zum Feiertag hielt Hans Pfister wie immer pointiert und witzig.

 

Die Chatzemusig Luzern musste man nicht gross vorstellen. Sie ist ein Begriff und eine der ältesten Guuggenmusigen.

Nach einer grossen Tanzrunde trat die Bandella al dente vor die Bühne und unterhielt die Besucher mit dem Motto "Jägersmann" bestens.

 

Für einen grossartigen Höhepunkt sorgte die Kleinformation "Blächschade Lozärn" Zehn Männer spielten vom Schlager bis zum Blues unter dem Motto "Reggea" einfach alles.

Noch eine letzte Tanzrunde, dann endete der denkwürdige Anlass im legendären Unionssaal.

 

 

2016 Rüüdig Samschtig, 6. Februar 

Kornschütte im Luzerner Rathaus 

 

Die dritte Ausführung 2016 in der Kornschütte im Luzerner Rathaus war wiederum ein schöner Erfolg. Über 250 Personen waren begeistert von den Darbietungen der Kleinformationen, Schnitzelbänkler und Theäterligruppen. 

 

Da sich in der Kornschütte kein Restaurant mit der nötigen Infrastruktur befindet, konnten wir mit dem Restaurateur Roger Jenny zusammenarbeiten, der das Tattüü mit einem originellen fasnächtlichen Ess- und Getränkeangebot unterstützte.

 

Nachdem die Swinging Boys, die wegen den Publikumsmassen auf dem Kornmarkt und wegen der versperrten Zufahrt verspätet eintrafen, konnte das Tattüü 2016 starten.

Nach der Begrüssung versuchten die Bergsteiger von Helena Stubenrein den Mount Everest zu bezwingen, was nur mit vielen Schwierigkeiten gelang.

Der Applaus war noch nicht verklungen, als ein eifriger Pöstler dem Tattüü ein Telegramm von Sepp Blatter übergab. Mit gekonnten Reimen und Versen hat uns Urs Liechti bestens unterhalten, wobei er trotz Lautsprecheranlage heftig gegen den "Umgebungslärm" von draussen zu kämpfen hatte.

 

Die erste Tanzrunde war kurz, schon wurden die ersten Betten und Schlafstätten des Pädagogischen Karnevalsverein herein getragen. Unter dem Motto "Bettgeschichten" durften wir Einblick in das häusliche Schlafzimmer geniessen.

Die Kleinformation Blächschade übertönte mit ihrer schrägen Musik alles von draussen und begeisterte alle Besucher.

Gewaltig und imposant marschierte die Chatzemusig Lozärn in die Kornschütte und musste leider auf die gewünschten Zugaben verzichten, weil schon die nächste Darbietung wartete.

Neu für die Lozärner Fasnacht, aber originell und vollendet der Auftritt der Bianchineri aus Küssnacht, die mit viel Humor ihre dreistimmige Schnitzelbank darboten.

 

Leider konnte die Saxophon-Formation "Frisch gestrichen" wegen der vorgerückten Zeit nicht ihr gewünschtes Potenzial ausspielen, unterhielt aber die Besucher mit gut arrangiertem Sound.

 

Kurz vor Mitternacht stürmten zwei Kapuziner die Bühne und richteten die Mikrofone. Die

zwei Näbufrässer aus Malters begeisterten das Publikum mir ihren schrägen Sprüchen und boten eine Schnitzelbank der Extraklasse.

Endlich konnte Walti Brun mit seinen Swinging Boys noch zum Tanz aufspielen, was einige unermüdliche Fasnächtler bis zum Ende ausnützten.

 

Eigentlich wäre die Kornschütte die idealste Lokalität für das Tattüü. 

Leider war der Umgebungslärm der Fasnächtler auf dem Kornmarkt und auf der Rathaustreppe so gross, dass einige unserer Darbietungen massiv gestört worden sind.

Auch der zeitliche Ablauf der Auftritte verzögerte sich massiv.

 

2017 Rüüdig Samschtig 25. Februar 

Hotel Continental Park

 

Die vierte Durchführung 2017 in den schönen Sälen des Hotels Continental-Park war ein grosser Erfolg. 

 

Schon vor Türöffnung um 18.30 Uhr warteten die ersten Gäste auf Einlass. Billette waren keine mehr erhältlich, das Tattüü 2017 war ausverkauft.

Die Auftritte von Schnitzelbankgruppen und Kleinformationen begeisterten die Besucher. Die Swinging Boys spielten zum Tanz auf, die Maskenprämierung, organisiert von der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde, wurde von Einzel- und Gruppenmasken benützt, um ihre Masken und Gewänder einem fasnächtlich gestimmten Publikum vorzuführen.

 

Die Kleinformation Helena Stubenrein eröffnete den Abend mit rassiger Schlagermusik.

Die Swinging Boys mit Walti Brun übernahmen die musikalische Unterhaltung und bereits stürmten die ersten Tanzpaare die Tanzfläche. 

 

Die drei Gebrüder Bianchineri aus Küssnacht machen lustige Sprüche, erzählten Witze und berichteten dreistimmig singend mit viel Humor über lokale Ereignisse.

Sie wurden mit viel Applaus verabschiedet.

 

Musikalisch ganz gross war die Kleinformation Blächschade. Sie spielten zum Plausch fast alles, vom Blues bis zum Schlager. Die erste Polonaise tanzte durch den Saal.

 

Neu am Tattüü, " Krause Glucke", die umwerfende Frauenband aus Rickenbach LU, hat entgegen der landläufigen Meinung nicht direkt etwas mit Hühnern zu tun, obwohl dies bei einer Frauenband nicht ganz abwegig wäre. Die "Krause Glucke" ist ein Speisepilz, ist wohlschmeckend, riecht gut, wird aber im Alter bitter. Fulminant, temperamentvoll und unbeschreiblich weiblich musizierten die vier Damen auf acht Instrumenten und verwöhnten das Publikum mit nostalgischen Schlagern, frechen Gassenhauern oder mit Filmmusik. Die stets wechselnde Besetzung sowie das komödiantische Talent der Leadsängerin liesen keine Langweile aufkommen.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend waren die zwei Näbufrässer aus Malters. Sie gehören mit ihren Pointen zu den Besten in der Zentralschweiz. In ihrer gesungenen Schnitzelbank über die lokale Politik, Alltag und aus dem Bereich Glanz und Gloria bieten sie beste Unterhaltung.

 

Zwischen den Darbietungen blieb genügend Zeit, um zu der rassigen Musik der Swinging Boys bis um 01.00 Uhr zu tanzen.

 

Mit einer speziellen Fasnachtskarte mit Essen- und Gertränkeangebot hat die Crew des Hotels Continental-Park die Gäste den ganzen Abend verwöhnt.

 

Maskenprämierung am Tattüü 2017
der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde VLM

 

Ab 18.30 Uhr war die Jury bereit, um die Einzel- und Gruppenmasken zu beobachten.

Beurteilt wurden die Originalität der Masken und Kostüme sowie das Auftreten, das Intrigieren und der Kontakt zu den Gästen.

Masken,die an der Jurierung teilnahmen, erhielten freien Eintritt. (keine Sitzplatzgarantie)

Sensationelle Preise im Gesamtwert von Fr. 2000.-

JURY: Mitglieder der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde

Prämierung bis 22.30 Uhr, Rangverkündigung um 23.00 Uhr.

Gewertet wurde in zwei 2 Kategorien: Einzelmasken 

und Gruppenmasken 

1. Preis Einzelmaske Fr. 400.- "Winterzauber", Bahnfahrt und Übernachtung auf dem 

Pilatus" für zwei Personen, überreicht von den PILATUS-BAHNEN AG Kriens

1. Preis Maskengruppe Reisegutscheine im Wert von Fr. 500.--, überreicht von der GÖSSI Carreisen AG, Horw.

Weitere schöne Preise für die 2. und 3. Ränge der Einzelmasken und Gruppen.

 

Ein Masken-freundlicher Dank für die wertvolle Unterstützung durch die Sponsoren und Gönner sowie an die Familie Pedrazzetti vom Hotel Continental-Park.

 

 

2018 Rüüdig Samschtig 10. Februar 

Hotel Continental-Park

 

Schon vor Türöffnung um 18.30 Uhr warteten die ersten Gäste auf Einlass. Der von den Mitgliedern der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde VLM wunderbar dekorierte Saal füllte sich und das Personal vom Continental-Park konnte schon bald vom fasnächtlichen Getränke- und Essenangebot servieren.

 

Die bekannte Tanzkapelle Ueli Mooser spielte bereits zum Tanz auf, dezent, fein und in angenehmer Lautstärke. Die Luzerner Maskenfreunde, mit schönen alten Holzmasken unterwegs, störten die Idylle mit dem Lozärner Sparvogt, der lautstark zum Sparen aufforderte. "Der Sparvogt rupft mer Gopferdeckel, de letzt Batze us em Säckel". 

 

Nach der Begrüssung stürmte die Intrigiergruppe der Rätzer, früher Trommler und Pfeiffer und bereits 60 Jahre alt, den Saal. Das Motto Variété wunderbar dargestellt, jonglierten, zauberten und intrigierten die 15 Clowns mitten im begeisterten Publikum. Bei einer weiteren Tanzrunde wurde die Tanzfläche voll ausgenützt.

 

Die Bohème Musig Lozärn, mit Jahrgang 1950 eine der drei ältesten Luzerner Guuggenmusigen, besuchte das Tattüü und begeisterte mit ihren grandiosen Grinden. Die Bohème pflegt die traditionelle "Lozärner Fasnacht" und spielt die Urklänge luzernerischer Guuggenmusigen mit den beliebten Märschen. 

 

 

Hoher Besuch kündigte sich bald an. Bruder Fritschi, das Symbol der Luzerner Fasnacht, ehrte das Tattüü und besuchte uns samt Familie, die Fritschene, die Kindsmagd, der Narr, der Bajazzo und die Bauern. Trotz fortgeschrittenem Alter führte Bruder Fritschi die lustige Polonaise mit viel Elan an und kaum einer der Gäste konnte ruhig sitzen bleiben.  

 

Eine weitere Tanzrunde war kaum zu Ende, als ein rüstiger Rentner Einlass begehrte. Igi Bühler, der über Fussball, Politik, Computer und Technik alles besser wusste, stürmte die Bühne und legte sofort los mit Schimpfen und Reklamieren. Einige seiner Sprüche waren derb, andere sehr zutreffend und mit ganz viel Hintersinn und Witz. Mit grossem Applaus wurde Igi Bühler nach Hause entlassen.

 

Trotz vielen Masken und bunt kostümierten Fasnächtlern konnte an der Maskenprämierung nur der 1. Platz bei den Einzelmasken prämiert werden.

Das Publikum wählte das wandelnde Kapellbrücke-Giebelbild als beste Einzelmaske.

 

Nach einer kurzen Tanzrunde bestiegen die Näbufrässer Malters die Bühne.

Ihre Sprüche, Witze und der Bezug zur lokalen Politik und zum Tagesgeschehen begeisterten alle. Nicht umsonst gehören sie zu den besten Schnitzelbänklern der Zentralschweiz. Mit grossem Applaus wurden die Näbufrässer gefeiert.

 

Die Tanzkapelle Ueli Mooser spielte auf zu einer weiteren Tanzrunde und die Tanzfläche füllte sich bis zum Rande.

Mit einer speziellen Fasnachtskarte mit Essen- und Gertränkeangebot hat die Crew des Hotels Continental-Park die Gäste den ganzen Abend verwöhnt.

 

 

Presseberichte

NLZ 11. Februar 2018

Polonaisen, freche Sprüche und ein wandelndes Bild am «Tattüü» Luzern

Am Rüüdig Samschtig fand in Luzern bereits zum fünften Mal das «Tattüü» statt. Der etwas andere Fasnachtsanlass für das etwas reifere Publikum überzeugte mit viel Charme und Witz.

Zum fünften Mal fand am Rüüdig Samschtig in Luzern das «Tattüü» statt. Es ist ein etwas anderer Fasnachtsanlass, gemütlich und mit viel Charme. Das Publikum hat Durchschnittsalter 40, kommt teils zivil, teils verkleidet, teils vollmaskiert. Eine gute Mischung: Robin Hood mit einer holden Schönen, zwei freche Mönche, ein englischer Reisender, der das Steuerrad seines Autos in seinen Händen hält: «So kann man mir mein Auto sicher nicht stehlen.

Und dann war da auch noch das wandelnde Kapellbrücke-Giebelbild - ein politischer Wink, die verbrannten Brückenbilder endlich zu ersetzen.

Organisator Kurt Erne schafft es immer wieder, ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen. Diesmal spielte im Saal des Hotels Continental-Park in Luzern die bekannte Kapelle Ueli Mooser zum Tanz auf – dezent, fein und doch mitreissend, mit Violine, Gitarre, Posaune, Bassgeige, Blockflöte, Banjo, Akkordeon. Das Publikum walzerte, jivete und rock’n’rollte, was das Zeug hielt und brachte die Tanzfläche zeitweise fast zum Glühen.

Dann gabs noch ganz hohen Besuch: Bruder Fritschi höchstpersönlich tauchte auf – samt 

Familie, inklusive Fritschene, Kindsmagd, Narr und Bajazzo – und riss die rund 200 «Tattüü»-Besucherinnen und -Besucher zu einer flotten Polonaise mit. 

Auch die «Bohème», mit Jahrgang 1950 eine der drei ältesten Luzerner Guugenmusigen, machte dem «Tattüü» die Aufwartung. Ihre Grende waren wie gewohnt grandios. Musikalisch allerdings wirkten sie diesmal etwas schlapp. Waren sie vielleicht einfach schon etwas zu lange unterwegs?

Auch schnitzelbankmässig bietet das «Tattüü» immer etwas. Diesmal war der «rüstige Rentner» Igi Bühler an der Reihe. Einige seiner Sprüche waren derb, teils arg unter der Gürtellinie, viele aber auch mit ganz viel Hintersinn. So etwa der: «De Schwanenplatz mösst eigentlich Asiateplatz heisse; mer esch of jede Fall no nie e Schwan i Wäg cho.» Oder: «De Vorteil vo de Vegetarierer esch: Sie schtärbid ned. Nei, si biissid is Gras.»

Hugo Bischof
hugo.bischof@luzernerzeitung.ch


 

Der Rüüdig Samstag im Hotel Continental: Tattüü

Wer den Zeiten nachtrauert, in denen Fasnacht noch keine grosse Kaffi-Schnaps-Party war, der ist am Tattüü im Hotel Continental richtig. (Lena Berger ZaS, 25. Februar 2017) 

Am Tattüü wird an die Tradition der Maskenbälle angeknüpft – aber auch Schnitzelbänke stehen auf dem Programm. Das sind zum Beispiel die drei Gebrüder Bianchineri aus Küssnacht, die singend von lokalen Ereignissen berichten - und die Näbufrässer aus Malters. Da werden Veganer, die Post und der Lehrplan - aber auch die Sparpolitik der Luzerner Regierung aufs Korn genommen. Und natürlich Trump. Es herrscht Hochstimmung. Auch im Publikum wird ausgelassen geschäkert und intrigiert. Da umgarnte ein Paradiesvogel einen Clown, dort flaniert eine Haremsdame um die Tische, immer mal wieder zu einem Cowboy hinüber äugend. Der Abend darf wohl als Erfolg verbucht werden.


 

Herzlichen Dank

Verschiedene Personen und Institutionen unterstützen mich bei der Umsetzung dieser Fasnachtsidee. Vielen Dank für den informellen, ideellen und vor allem moralischen Support.

Vereinigung Luzerner Maskenfreunde, VLM
Silvio Panizza, De rüüdig Fasnachtsfüerer
Emanuel Ammon, Fotoagentur AURA
Gabriel Ammon, Fotograf und Designer
und viele andere...........

Rüüdig Samschtig, 2. März 2019

Hotel Continental Park

 

Erfreulich viele Fasnächtler/innen warteten schon vor der Türöffnung um 

18.30 Uhr im Hotel-Foyer und begehrten Einlass in den von der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde dekorierten Saal.

 

Die fasnachtsfreundliche Hoteliersfamilie Alessandro Pedrazetti und alle ihre MItarbeiter/innen hatten uns bei der Realisierung des Tattüü 2019 kräftig unterstützt.

Mit einem fasnächtlichen Ess- und Getränkeangebot haben sie zum schönen Erfolg des Abends beigetragen.

 

Um 19.00 Uhr eröffnete die bekannte Fasnachtsmusik Pianissimo Sextett den Abend mit rassiger Tanzmusik. 

Für uns musizierten Aldo Policelli, Schlagwerk, Max Lohner, Saxophon, Luigi Vigano, Saxophon und Klarinette, Erwin Husmann, Trompete, Roland Lindegger, Bass und 

Georges Ineichen, Akordeon.

 

Der Auftritt der Maskengruppe der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde brachte Bewegung in den Saal.

Die originellen Sherlock Holmes suchten im Saal nach Betrügern aller Art und haben schon so manchen Schmarotzer entdeckt und der gerechten Strafe zugeführt.

Die Vereinigung Luzerner Maskenfreunde wurde 1927 zur Belebung der Luzerner Fasnacht gegründet und feierte 2017 ihr 90-Jahre Jubiläum. Sie pflegen das Intrigieren und die Beizenfasnacht. Ihr Vereinslokal ist im Allenwindenturm und kann für einen privaten Anlass zum Essen oder Apéro u.a. gemietet werden. (www.vlm-luzern.ch)

 

Nach einer kurzen Begrüssung um 20.00 Uhr mit dem Hinweis und Dank an die Sponsoren übernahm das Pianissimo Sextett und die ersten Tanzpaare füllten die Tanzfläche.

 

Um 20.45 Uhr stürmte ein imposanter Jägersmann mit Hund das Podest

und übernahm mit kräftiger Stimme das Zepter. De Ruedi vo Sursi

d.h. Roland Huber, ist an der Fasnacht von Sursee, in Altishofen und in Willisau bei seinen Auftritten in den Beizen immer der absolute Höhepunkt. Über Alltägliches bis zum politischen Gezänk konnte sich de Ruedi aufregen. Als sich der Hund hinter den Musikern versteckte und der Ruedi arg heiser sein Lamentieren abbrechen musste, wurde er trotz des verfrühten Abbruchs mit grossem Applaus verabschiedet. 

 

Wie schon mehrmals durften wir auch dieses Jahr die ganze Fritschifamilie am Tattüü begrüssen. Die Fritschi Familie, Symbol der Luzerner Fasnacht, wurde angeführt vom legendären Bruder Fritschi und der Fritschene. Begleitet sind die beiden von der Kindsmagdt, dem Bajazzo und den Bauern. Trotz biblischen Alters führten die legendären Fasnachtssymbole die Polonaise mit jugendlichem Elan an.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends folgte, der farbige Einmarsch der 

Schnäggebörger Guuggemusig

 

Die Schnäggebörger Guuggemusig, gegründet im Jahr 1958, ist klein, aber fein. Sie zeichnet sich im besonderen durch Individualität bei den Sujets sowie durch Vielfalt bei den Instrumenten aus. Das Klangbild ist dank Schellenbaum, Lyra, Saxophon und Horn vielseitig und schräg. An der 61. Fasnacht waren die Schnäggebörger mit dem Sujet "Uniformen" unterwegs. Ein rassiger Auftritt, gute Musik und viel Stimmung.

 

Anschliessend forderte das Pianissimo Sextett wieder zum Tanzen auf.

 

Um 22.30 Uhr erhielt das Tattüü hohen Besuch von Hausi Leutenegger, Unternehmer, ehemaliger Bobfahrer und Schauspieler.

Sofort zog Roger Wicki alias Hausi Leutenegger alle Aufmerksamkeit auf sich.

Der junge Komödiant Roger Wicki springt nicht nur gekonnt von Bühne zu Bühne, sondern auch von Figur zu Figur. Blitzschnell schlüpft er in die Rolle von bekannten Prominenten aus dem In- und Ausland. Gekonnt verkörpert er diverse VIP`s aus den Bereichen Sport, Kultur und Politik. Seine wohl bekannteste Nummer als Fischer-Bettwaren durfte er bereits im Schweizer Fernsehen bei Giacobbo/Müller präsentieren, und auch am Tattüü.

 

23.00 Uhr Maskenprämierung

Leider haben auch dieses Jahr nur wenige Fasnächtler an der Maskenprämierung teilgenommen. Den ersten Preis als Einzelmaske erhielt wie schon letztes Jahr

die Nr. 1 mit dem Motto "Rentner mit Grill" und er durfte zwei Fahrkartengutscheine für den Pilatus, gestiftet von den Pilatusbahnen, entgegennehmen.

 

Erwartungsfroh, weil aus früheren Auftritten bestens bekannt, wurden die drei Bianchineri aus Küssnacht begrüsst. Ihre gesungenen Schnitzelbänke und Verse mit viel Witz und Lokalkolorit begeisterten alle und ihr Auftritt war unzweifelhaft der Höhepunkt des Abends.

 

Noch einmal konnten die tanzfreudigen Fasnachächtler auf der Tanzfläche ihre Künste zeigen, dann beendete das Pianissimo Sextett den vergnüglichen Abend mit einer Abschiedsmelodie.

 

Unter der Leitung von Alois Häcki haben die Mitglieder der Vereinigung Luzerner Maskenfreunde die Säle und das Restaurant Bellini mit selbst gebastelten Masken und geschneiderten Kostümen dekoriert.

Der Saal war zusätzlich geschmückt mit Fasnachtsbildern des Luzerner Kunstmalers Franz Emmenegger. Diese Bilder kann man übrigens in seinem Atelier an der Neustadtstrasse kaufen.